Exposé

Egbert Scheunemann: Der Jahrhundertfluch. Neoliberalismus, Marktradikalismus und Massenarbeitslosigkeit. Eine allgemeinverständliche Erklärung der Zusammenhänge, zweite, aktualisierte und leicht überarbeitete Auflage 2004

Die neoliberale Ideologie (in Kurzform: Gewinne hoch, Löhne und Sozialleistungen runter...) herrscht in Parteien, Wirtschaftswissenschaften und Medien nahezu unumschränkt. Obwohl die neoliberale Wirtschaftspolitik die ökonomische Lage nun schon seit Jahrzehnten (Reagan, Thatcher, Kohl, Schröder ff.) immer weiter verschlimmert hat und die Zahl der Arbeitslosen, Sozialhilfeempfänger und Obdachlosen (wie der Millionäre und Milliardäre...) immer weiter ansteigen ließ, fordert der neoliberale Zeitgeist in zwischenzeitlich nahezu hysterischer Weise eine immer radikalere Kürzung von Sozialleistungen und Löhnen. Dem Patienten geht es ob der neoliberalen Medizin immer schlechter aber die Medizin soll nicht etwa abgesetzt, nein, die Dosis soll noch verdoppelt werden! In diesem kleinen Büchlein findet sich eine radikale Kritik der neoliberalen Ideologie. Zudem werden Wege einer ökosozial verträglichen und ökonomisch erfolgreichen Wirtschaftspolitik aufgezeigt.

AUS DEM INHALT:

Vorwort zur 2. Auflage, S. 8
Einleitung, S. 9
I. Die historischen Ursachen der Massenarbeitslosigkeit, S. 23
II. Die theoretischen Fehler und empirischen Unstimmigkeiten in der liberal-konservativen Herleitung der Massenarbeitslosigkeit, S. 30
1. Mangelnde internationale Wettbewerbsfähigkeit im Lande des Exportweltmeisters? S. 31
2. Zu hohe Löhne? S. 35
3. Zu kurze Arbeitszeiten? S. 42
4. Zu hohe Sozialabgaben, zu hohe Staatsquote? S. 44
5. Ist eine allgemeine Konsumsättigung an der Massenarbeitslosigkeit schuld - oder konsumieren wir umgekehrt gar zuviel und investieren wir zu wenig? S. 53
6. Sind die Roboter und Automaten an der Massenarbeitslosigkeit schuld? S. 55
7. Oder sind gar zu wenig Innovationen schuld an der Massenarbeitslosigkeit? S. 58
8. Ist das Arbeits- und Tarifrecht zu verkrustet, zu unflexibel, und trägt es damit Mitschuld an der Massenarbeitslosigkeit? S. 61
9. Schaffen ‚Investitionen' in die Finanz- und Aktienmärkte aber dort nicht auch Arbeitsplätze? S. 64
10. Die Standortdiskussion im Lande des Exportweltmeisters - nur absurd oder schon paranoid? S. 67
III. Möglichkeiten einer Vollbeschäftigung schaffenden und ökosozial verträglichen alternativen Wirtschaftspolitik im gegebenen System, S. 70
IV. Das grundsätzliche Alternativmodell einer humanen Wirtschaftsdemokratie von Ota Šik, S. 76
ZITIERTE LITERATUR, S. 83